Freitag, 10. März 2017

[Rezension] Camp 21 - Grenzenlos gefangen von Rainer Wekwerth

Gebundene Ausgabe 16,99€ / Kindle 13,99€

Klappentext

Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum 

und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander 
gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. 
Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die 
Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der 
Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht 
stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. 
Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die 
Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden 
für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen 
zu geben scheint.


Meine Meinung

Das Cover ist wirklich ein Hingucker geworden. Es wirkt düster, spannend und irgendwie gleich so vertraut. 
In Kombination mit dem Klappentext wurde es einer meiner "Must-Have" für 2017 und umso größer meine Freude, als ich das Buch samt Widmung vom Autor persönlich geschickt bekommen habe. 

Camp 21 ist ein wirklich guter  Jugendthriller, der flüssig zu lesen ist. Rainer Wekwerth beschreibt die Dinge auf die es in der Geschichte ankommt, benutzt eine verständliche Sprache und durch seine authentische Buchidee kommt er wahrscheinlich bei vielen Lesern gut an. So auch bei mir...

Wir beginnen in der Geschichte mit dem Kennenlernen der Hauptprotagonisten Mike, Ricky und Kayla. Die drei landen unabhängig voneinander in einem Erziehungscamp und nachdem es dort zu Zwischenfällen mit anderen Jugendlichen und den Betreuern kommt, landen die drei im Camp 21. 
Mike absichtlich mit dem Ziel seinen Bruder Ricky wieder zu finden; Kayla unfreiwillig durch eine Verwicklung. 
Nachdem es anfangs noch den Anschein macht, dass Mike und Kayla sich überhaupt nicht mögen, müssen sie durch gemeinsame Handfesseln miteinander auskommen und entdecken dabei, dass sie sich doch nicht so unsympathisch finden. 
Der Kampf der Beiden bezogen auf die unverhältnismäßigen Erziehungsmaßnahmen im Camp 21 sorgen für Spannung und ich habe die gesamte Zeit gehofft, dass es den Beiden gelingt, die physische und psychische Gewalt im Camp aufzudecken. 

Der Handlungsstrang war über das ganze Buch plausibel und nachvollziehbar. Einzig die Liebesgeschichte von Mike und Kayla hinterlässt einen kleinen Kritikpunkt.  Irgendwie ging es mir nämlich nach ihrem anfänglichen nicht-mögen zu schnell, dass sie plötzlich verliebt waren und der jeweils Andere eine so wichtige Rolle eingenommen hat. Ja, vielleicht bin ich hier auch etwas zu streng, da ich Liebesgeschichten sowieso schon nicht so viel abgewinnen kann, aber es geht ja um meinen persönlichen Eindruck. 
Rainer Wekwerth gelingt es auf jeden Fall sehr gut die Hauptprotagonisten mit Leben zu füllen und hat dabei auch die Nebencharaktere nicht vergessen und gut ausgearbeitet. 

Das Ende des Buches ist passend und ich war mit der Auflösung zufrieden. 

Fazit 

Camp 21 besticht durch kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven, Spannung, einem interessanten Cover, einer gut umgesetzten Idee und einem super Schreibstil. Hier und da eine kleine Schwäche, vor allem durch die flotte Liebesbeziehung zwischen Kayla und Mike, aber das sei verziehen. 


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