Samstag, 25. März 2017

[Rezension] Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag

Broschiert 14,99€ / Kindle 11,99€

Klappentext 

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. 

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Das Cover 

Das Cover ist total schön. 
Durch die Farbwahl auffällig und trotzdem gleichzeitig schlicht gehalten. Die von hinten gezeigte weibliche Figur macht im Zusammenhang mit dem Titel neugierig und passt gut zum Inhalt. 

Der Inhalt 

Ich habe die ersten Seiten des Buches wirklich schnell gelesen und wollte auch wissen, wie es weiter geht. Sophies Gefühle im Bezug auf den Umzug, ihrer Mutter und ihrer neuen Familie konnte ich als Leserin gut nachvollziehen und fand diese sehr authentisch und altersentsprechend dargestellt. 
Sophies neuen Bekanntschaften und ihre innige Freundschaft zu ihrem besten Freund Lukas sind absolut herzerwärmend und realitätsnah. Jugendliche finden sich wahrscheinlich schnell in den Charakteren wieder. 
Die Gedankenwelt von Sophie lässt den Leser viele Emotionen durchleben. An Dramatik, Liebe und Nächstenliebe hat Anne Freytag nicht gespart, was das Buch und die Thematik gut abrundet. 
Sich als Autorin dem Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe zu widmen finde ich absolut spannend und ich hatte mich deshalb auch sehr auf das Buch gefreut. Coming Out sollte in der Gesellschaft meiner Meinung nach kein besonderes Thema mehr sein und umso schöner, dass das auch andere Menschen so sehen. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn andere Leser sollen ja auch noch zum Buch greifen, aber Anne Freytag ist es gut gelungen, ein leider noch viel zu wenig akzeptiertes Thema gut und authentisch umzusetzen. 
Einziger kleiner Kritikpunkt: Alex und Sophie haben in diesem Buch sehr viel Sex. Das war mir nachher dann doch ein bisschen zu viel und war froh über die Dramatik, die gegen Ende des Buches noch mal aufkommt. 

Die Charaktere 

Besonders Lena war mir in diesem Werk sehr sympathisch. Ich habe ja erst an die böse Stiefmutter gedacht, aber war dann froh, als ich Lena "kennengelernt" habe. 
Generell passen aber alle Charaktere sehr gut ins Buch und sorgen somit für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen. 
Mit Sophie als Hauptprotagonistin lacht und weint man von der 1. Seite an mit. 

Der Schreibstil

Der Schreibstil und die gewählten Worte der Autorin sind an jeder Stelle passend und es fällt wirklich leicht, die Seiten hintereinander "wegzulesen". 

Fazit 

"Den Mund voll ungesagter Dinge" kann ich jedem Leser empfehlen, der auf Bücher für Jugendliche steht. Liebe, Dramatik und familiäre Probleme werden hier schonungslos und realitätsnah beschrieben. Die Wortwahl und der Schreibstil der Autorin passt sich der 17-jährigen Sophie an, sodass den Leser ein authentisches Leseerlebnis erwartet. 


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