Donnerstag, 2. März 2017

[Rezension] Nachts in meinem Haus von Sabine Thiesler

Gebundene Ausgabe 19,99€ / Kindle 15,99€


Klappentext

Tom ist ein anerkannter Kunstmaler, dazu reich und glücklich verheiratet. Alles läuft perfekt für ihn. Bis eines Nachts in seinem Haus etwas Schreckliches passiert. Unter Schock flieht er in ein toskanisches Bergdorf. Doch was ihm zunächst wie das Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Hölle. Tom hält das Alleinsein nicht aus, fühlt sich eingesperrt und verfolgt. Als er begreift, dass er niemandem mehr vertrauen kann, auch seinen Freunden nicht, ist es zu spät: Er trifft eine verhängnisvolle Entscheidung...

Meine Meinung zum Buch 

Absolute Euphorie, als ich das Cover gesehen und den Klappentext gelesen habe. Aber leider hat die Euphorie beim Lesen schnell nachgelassen. 

Das Buch beginnt mit dem schnellen Einstieg in die eigentliche Handlung. Es wird nicht viel drum herum geredet; Charlotte soll eigentlich eine Dienstreise antreten und Tom möchte sich die Zeit ohne seine Ehefrau etwas versüßen, doch dann kommt alles anders: 
Tom erschießt Charlotte mit einer Harpune, weil er denkt, dass es sich bei ihr um einen Einbrecher handelt. Tragisch und ich war tatsächlich betroffen. 
Was dann aber passiert, hat mich als Leserin von der 1. Minute an wahnsinnig gemacht. Es passieren so viele Dinge anschließend, die ich persönlich für übertrieben fand. Angefangen von René, der plötzlich blind war vor Eifersucht, wobei ich das noch am ehesten nachvollziehen konnte. Aber die Gründe, die René Tom nennt, wieso es besser sei, die Flucht anzutreten, Toms Aufenthalt und die Geschehnisse in Italien, das alles wirkte für mich überzogen und ich habe mich häufig darüber geärgert. 

Charaktere wie Neri, Gabriela und der restliche Freundeskreis der Hauptprotagonisten waren nette kurze Bekanntschaften für den Leser, aber der eigentlichen Handlung nicht sonderlich dienlich. 
Einzig spannend fand ich die Hintergrundgeschichte zu Lucia. Wobei ich auch hier sagen muss, dass sie meiner Meinung nach nicht in die Story passte. 
Leslie ist mir von der ersten Seite an unsympathisch und ihren heuchlerischen Charakter habe ich schon früh vermutet. 
Das Ende hat mich wenig schockiert; tatsächlich passt es ja zum vorherigen nicht immer nachvollziehbaren Verlauf. 

Fazit

Wirklich schade um die Idee. Frau Thiesler hat einen super flüssigen Schreibstil und ein anderer Handlungsverlauf wäre wahrscheinlich ein großer Erfolg geworden. So aber kann ich mich nur weiter wundern über die Geschehnisse um Tom, Leslie und René. 



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